
mein Name ist Erna, Erna Ente. Ich lebe in der Südbucht 1 des Großen Teiches von Bad Nauheim und bin die Sprecherin der Bad Nauheimer Geflügelschar.
Meine literarische Laufbahn begann am 29.08.2003 mit der Veröffentlichung eines
Leserbriefes in der Wetterauer Zeitung.
Kurz zuvor waren 50 meiner Verwandten während eines Botulismus- Ausbruchs kläglich gestorben – mir sträubt sich heute noch das Gefieder, wenn ich an diese schlimme Zeit denke.
In diesen Wochen lernte ich die Biologin Dr. Ingrid Schmidt während eines Fototermins am Teich kennen.
Wir kamen ins Gespräch und überlegten gemeinsam, was man unternehmen könnte, damit sich eine solche Tragödie nicht wiederholt.
Da ich den ganzen Tag im Kurpark verbringe, hatte ich zu dem Thema so einiges zu sagen, und so bat ich Frau Schmidt, meine Gedanken in Form eines Leserbriefes den Bad Nauheimern zu vermitteln, was sie auch gewissenhaft tat.
Seitdem bin ich immer wieder als Moderatorin tätig geworden, wenn der engagierten Biologin mal wieder das Temperament durchgegangen ist. Als erfahrene Mutter von einigen Dutzend Küken habe ich halt gelernt, auch mal ein bißchen zu und ab zu geben. Und da versuche ich dann, die Wogen zu glätten und zwischen den Fronten zu vermitteln. So bin ich zum guten Geist des Erna-Ente-Teams geworden. Aber auch wenn ich meinem Naturell entsprechend etwas verbindlicher bin als unsere Frau Biologin, in der Sache, da sind wir uns völlig einig. Wir Stockenten und andere einheimischen Wasservögel können uns ohne Hilfe der Menschen prima selbst ernähren. Dafür hat uns die Natur mit Flügeln und vielen anderen Tricks bestens ausgestattet. Aber wir sind auf die Hilfe und das Verständnis der Menschen angewiesen, damit unsere Wohngewässer sauber bleiben und der Lebensraum für uns und unsere wilden Vettern nicht verloren geht. Und um dieses Anliegen zu vertreten, gehen wir gemeinsam durch Dick und Dünn.
Seit Ende 2003 hat sich nun Vieles an unserem Teich zum Guten geändert (siehe Pressespiegel). Es gibt inzwischen tolle naturverträgliche Angebote für die kleinen und großen Besucher am Teich, die eine prima Alternative zum üblichen "Enten füttern" sind. Wir hoffen damit Menschen auch über Bad Nauheim hinaus zu erreichen, um auf die Sorgen und Nöte – aber auch die tollen Chancen –, die es an einem Stadtpark-Teich geben kann, aufmerksam zu machen. Deshalb war ich ganz glücklich, als sich eine Gruppe junger Geschäftsleute gefunden hat, die einen Web-Auftritt für den Erna-Ente-Treff erstellt hat. Die Bad Nauheimer und unsere Gäste können sich seitdem hier in Ruhe über unsere Naturerlebnisangebote informieren und außerdem ein bisschen über die Geschichte des Erna-Ente-Treffs und unsere weiteren Pläne erfahren. Dazu gibt es viele Informationen (und auch sehr schöne Fotos) von unseren Teichbewohnern, sowie Empfehlungen für ein verständnisvolles Verhalten gegenüber der Natur am Teich.
Obwohl Familien mit Kindern zu unseren häufigsten Besuchern am Teich gehören, richtet sich diese Internetseite vorwiegend an Erwachsene. Wir sind der Meinung, dass es genügend Internetangebote für Kinder gibt – aber viel zu wenig Naturerlebnisangebote vor der Haustür. Wir beantworten den Kindern ihre Fragen lieber vor Ort im Park als am Bildschirm. Trotzdem ist der Internetauftritt auch dafür gedacht, dass sich Kinder gemeinsam mit Eltern oder Großeltern an Hand der Bilder und Texte nochmals an die Erlebnisse im Park erinnern oder Pläne für den nächsten Besuch schmieden.
Ich wünsche Ihnen/Euch viel Spaß beim Stöbern in unseren Web-Seiten und würde mich freuen, Sie/Euch demnächst mal (wieder) am Teich zu treffen.
Mit herzlichem Geschnatter und freundlichem Gequake
Erna Ente
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Leserbrief „Wetterauer Zeitung” vom 29.08.2003 |
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