Erna-Ente-Treff

Informationen über die Natur am Teich und Fütterung der zahmen Gänse mit naturpädagogischer Begleitung

Wann:  täglich 16.00 - 17.00 Uhr *
Wo:      An der Erna-Ente-Hütte, auf der Südseite des
            des Großen Teiches, westlich vom Sonnendeck

Das Erlebnis für tierliebe Menschen von 1 - 100 Jahren,
und alle, die traurig sind, weil Enten füttern verboten ist. **

Bitte kein Brot mitbringen,
gesundes Futter wird zur Verfügung gestellt.


Verstehen, warum das beliebte Entenfüttern keine gute Idee ist, und erfahren, was
man Spannendes ohne Futtertüte mit den Tieren im Park erleben kann.
Informationen über die am Teich lebenden Tiere und Tipps für die Beobachtung.

Mit unserer Hilfe Knabberspuren des Bibers entdecken und den Lebensraum von Uferpflanzen und Wildblumen erkunden, in Fotos und Informationsmaterial von Tieren und Pflanzen am Großen Teich stöbern: all das kann man während des Erna-Ente-Treffs.

Wir stellen unsere Wasservögel vor und erzählen lustige und spannende Geschichten aus dem Familienleben unserer Gänse. Wir erklären, warum man sich mit dem Füttern von Wasservögeln zurückhalten muss, und geben Tipps, wie man trotzdem auch mit Kindern viel Spaß mit den Tieren im Park erleben kann. Wer möchte, darf beim Füttern der Gänse helfen. Wir bitten darum, den Anweisungen der Betreuer Folge zu leisten um eine sichere und tierschutzgerechte Durchführung der Veranstaltung zu gewährleisten.

*   Während der kürzesten Tage des Jahres etwas früher,
     Beginn jeweils etwa eine Stunde bevor Einbruch der Dämmerung.
     (genaue Zeiten unter Tel.: 0177 / 47 242 47)

** Das private Füttern von Tauben, Wasservögeln und Fischen ist seit dem
     15. Mai 2004 in Bad Nauheimer Parks verboten
     (Gefahrenabwehrverordnung § 6(2))



Wie der Erna-Ente-Treff
zu seinem Namen kam.

Wir werden oft gefragt, warum kaum Enten bei einer Veranstaltung auftauchen,
die sich „Erna-Ente-Treff” nennt.

Hier ist die Geschichte.



Kontrollierte Fütterung - Warum und Wie ?

1.
Das entscheidende Ziel der kontrollierten Fütterung ist es, die Art und Zahl der gefütterten Tiere zu begrenzen sowie die Fütterung durch den Menschen auf bestimmte Zeiten und Orte einzuschränken. Infolgedessen pendelt sich die Zahl der im Teich lebenden Wasservögel auf ein für das Gewässer vertretbares Mass ein und die Tiere gehen außerhalb der Fütterungszeit ungestört ihrem normalen Verhalten nach,
statt ständig nur auf die nächste Futtertüte zu lauern.

2.
Die Art des Futters ist viel weniger entscheidend als Zeitpunkt, Menge und Fütterungsweise. Brot ist für die Vögel so etwas wie Kuchen für uns Menschen ist. Ein Stückchen ist nicht so schlimm, aber zuviel ist ungesund! Insbesondere Toast-Brot hat keinerlei gesunde Inhaltsstoffe, wenn es schon Brot sein muss, dann ist Vollkorn-Weissbrot am ehesten geeignet. Völlig ungeeignet als Futter ist sowohl hartes wie verschimmeltes Brot, Kuchen, Plätzchen oder ähnliches.

Optimal als Futter ist unbehandeltes Grünzeug (je nach Jahreszeit: Löwenzahn, Raps, Salat, etc.) und eingeweichte Körner. Generell ist zu bedenken, daß bei jeder menschlichen Zufütterung die Gefahr, Schaden durch Überfütterung zu nehmen, viel größer ist, als die Gefahr - ohne menschliche Hilfe - Hunger zu leiden.

3.
Es sollen in der Regel nur die Tiere gefüttert werden, die nicht wegfliegen können oder sollen. Einheimische Wildtiere sollen nicht gefüttert werden, damit sie sich nur in der Zahl ansiedeln, wie ihre Umgebung und die Teiche sie ernähren kann. Um eine Anlockung durchziehender Wildtiere zu vermeiden, erfolgt die Fütterung am Sandstrand des Kleinen Teiches nur aus Gefäßen oder direkt aus der Hand.

4.
Gefüttert werden bei uns zurzeit nur:

  • das Gänse-Sextett (die Hausgänse Berta und Gerda, die Kanadaganter Hugo und Holger, die Indische Streifengans Loopchen, sowie der Kanada-Graugans-Mischling Klaro)
  • die Kinder von Berta und Holger: Belu und Ella
  • die flügellahme Nilgans Floppy
  • der von Menschen aufgezogene Hausenten-Mischling Piwi
Bitte darauf achten, dass die Kinder keine weiteren Enten "rekrutieren".
Stockenten als einheimische Wildtiere können sich bestens selbst versorgen.

Keinesfalls sollten Enten-Küken gefüttert werden ! Sie sollen als Wildtiere
aufwachsen !

5.
Als Futter-Gefässe werden hohe Eimer, die mindestens zur Hälfte mit Wasser gefüllt werden, verwendet. Zum einen geschieht dies, weil es der natürlichen Nahrungsaufnahme am nächsten kommt und die Tiere so langsamer fressen. Zum anderen auch, weil dabei weniger Futter von den Tieren verstreut wird, das Wildtiere anlocken könnte, die sich eigentlich selbst versorgen sollen.

6.
Falls nicht zu viel Betrieb herrscht, dürfen die Besucher bei der Fütterung helfen. Das Futter wird dabei ausschließlich aus der Hand gereicht.

7.
Bei der Fütterung werden immer wieder Pausen eingelegt, um die Tiere vorzustellen und die Gründe für die kontrollierte Fütterung zu erklären. Wir erzählen kuriose Geschichten aus dem verworrenen Liebesleben unserer Gänse und berichten von den Anfängen des Erna-Ente-Treffs.

8.
Eine große Bitte haben wir an unsere Gäste: "Haltet die Spielregeln der kontrollierten Fütterung ein !" Denn diese dienen der Sicherheit von Publikum und Tieren.

  • Besucher bitte auf dem Holzspan-Wegen bleiben. Die Weg-Kanten sind so etwas wie ein imaginärer Zaun
    für die Tiere, hinter dem sie sich sicherer fühlen. Lebhafte Kinder bitte an die Hand nehmen, damit sie nicht zwischen die Gänse auf die Wiese laufen ! Unsere Tiere sind sehr kinderfreundlich, haben aber kräftige Schnäbel, um notfalls ihr Revier und ihre Jungen zu verteidigen, wenn jemand ungebeten auf "ihre" Wiese läuft.
  • Tiere nur aus der Hand füttern. Kein Futter auf den Boden streuen. Kleinere oder ängstlichere Kinder brauchen dabei Hilfe.
  • Am besten klappt das Füttern im Hocken. Da rollt das Futter nicht so schnell von den kleinen Händen und die Tiere sind so auch viel zutraulicher und fressen ruhiger.
  • Nur in Mini-Portionen füttern. Denn viele Kinder möchten mitmachen und wir wollen die Tiere ja nicht überfüttern.
  • Mitgebrachtes Futter nur nach Absprache mit den Helfern verfüttern. Geeignetes Futter wird von den Organisatoren kostenlos zur Verfügung gestellt.


Bitte haben Sie Verständnis, wenn sich die Spielregeln im Laufe der Zeit ändern. Das Erna-Ente-Team hat sich diese Regeln nicht einfach nur so ausgedacht, sondern sie sind aus der Erfahrung beim täglichen Umgang mit den Tieren und dem Publikum entstanden und werden regelmäßig den Gegebenheiten vor Ort angepasst.